VERSUCH EINES PORTRÄTS
Jeder von uns hat eine Vorstellung von einem Heiligen. Zumeist eine Falsche. Denn im Leben sind die Heiligen ohne Goldrahmen und Glorienschein. Oft verbirgt sich die Heiligkeit in einer unscheinbaren Erscheinung. Ganz wie die Gottgleichheit Jesu, die er - wie der Apostel Paulus sagt - nicht als unaufgebbaren Besitz ansah, sondern aus freien Stücken aufgab und zum Sklaven wurde, um den Weg der Erniedrigung zu gehen - zum Verbrechertod am Kreuz (Phillipperbrief 2,6-8). Auch an P. Kolbe war die Heiligkeit nicht ohne weiteres ablesbar. Auf der Straße wäre er einem kaum aufgefallen, es sei denn an seinem gebleichten, fleckigen und abgetragenem Habit. Er war von mittelgroßer, hagerer Gestalt. Das Gesicht klein, die Stirn faltig. Die Haut fahl mit den für Tbc typischen Backenflecken. Der Kopf bäuerlich rund mit kurz geschnittenem, rechts gescheiteltem Haar. Dazu die unerlässliche Drahtbrille, die ihm schief und lächerlich auf der Nase hing.
Und doch: etwas gab es an ihm, das seine Besonderheit verriet - die Augen, dieser Spiegel der Seele. P. Kolbe hatte einen durchdringenden, schwer zu ertragenden Blick. In seinen Augen lag eine ungewöhnliche Güte, die schwer auszuhalten war, es sei denn, sie fände in Gegenüber eine Entsprechung. Und das auch in Auschwitz, wo ihm der Habit genommen, der Name gegen eine Nummer eingetauscht war.
Ein Mithäftling, der Arzt Dr. R. Riem, erinnert sich: "Dieses Gesicht war anders. Wer sonst als Häftling vor mir stand, dessen Blick war unstet. Alle mussten wir uns nach jeder Seite hin umwenden, aus der man auf uns einschlagen konnte. Dieser Blick war aber gerade, von keinem Umschauen gebeugt, der Blick eines tief nachdenklichen Menschen."
Es gibt Zeugen, die berichten, daß selbst SS-Männer die Lider gesenkt hätten, weil sie diesen Augen nicht widerstehen konnten.
SELIG - UND HEILIGSPRECHUNG
Bald nach dem Krieg kamen in Polen und im Ausland Bemühungen in Gang, P. Kolbe selig zu sprechen. Am 17. Oktober 1971, auf den Tag genau 54 Jahre nach der Gründung seiner Marianischen Genossenschaft wurde P. Kolbe in einem feierlichen Gottesdienst in St. Peter von Papst Paul VI. für alle Christen zum Vorbild erhoben. Zu seinem Gedenktag wurde der 14. August, der Tag seiner 'Geburt' wie in der Sprache der Liturgie der Todestag eines Heiligen genannt wird, bestimmt.
Unter der vielen, die aus nah und fern nach Rom geströmt waren, befand sich auch der Mann, für den P. Kolbe sein Leben gegeben hatte - Franciszek Gajowniczek. In der Gabenprozession trug er die Opferschale mit den Hostien zum Wandeln in den Leib des Herrn. Eine Geste voll Symbolik.
Elf Jahre später, am 10. Oktober 1982, feiert die Kirche die Heiligsprechung des Märtyrers von Auschwitz. Johannes Paul II., erster polnischer Papst, nimmt sie vor.
Auch deutsche und polnische Kardinäle sind zugegen
und unterstreichen durch ihre Präsenz die hohe Bedeutung, die diesem Ereignis für die deutsch-polnische Versöhnung zukommt. Der achtzigjährige Franciszek Gajowniczek feiert tief bewegt mit.
Die Worte der Liturgie sprechen von im Schmelzofen geläuterten Gold, von der Liebe, die man daran erkennt, daß einer sein Leben lässt für die Brüder.
In ihrem Lichte deutet der Papst P. Kolbes Lebensopfer als Zeugnis für die Würde des Menschen, als Zeichen des Sieges über ein System des Hasses und der Verachtung als eindringliche Botschaft für unsere Zeit.
DEUTUNG UND WIRKUNG
Die Gleichförmigkeit mit dem Tode Christi ist kaum zu übersehen: Freiwilligkeit und Stellvertretung, Nacktheit und Grausamkeit, der Geist des Gebets und der Vergebung, die Liebe, der tröstende Zuspruch.
Ein weiterer Punkt ist die Radikalität der Armut, die diesen Tod auszeichnet. P. Kolbe war Franziskaner. Er hat zeitlebens das Armutsideal sehr ernstgenommen. Bruder Franz starb ähnlich.
Zuletzt: In seinem Sterben errang P. Kolbe den Sieg über Auschwitz. Er beweist, dass Ohnmacht stärker sein kann als alle Gewalt, die Liebe mächtiger als der Hass.
W ROCZNICE KANONIZACJI SW. MAKSYMILIANA MARII KOLBEGO
Uroczystosci rocznicowe wyniesienia na oltarze wspólpatrona naszej diecezji sw. Maksymiliana Marii Kolbego odbyly sie w Oswiecimiu pod przewodnictwem Ksiedza Biskupa Jana Szkodonia z Krakowa w niedziele 11 pazdziernika. O godz. 10.00 delegacje kaplanów i wiernych nawiedzily byly obóz koncentracyjny Aushwitz: krematorium, plac apelowy oraz cele smierci, w której zginal sw. Maksymilian. Tutaj zlozono kwiaty i wience. O godz. 11.00 w kosciele sw. Maksymiliana rozpoczela sie Eucharystia koncelebrowana przez blisko trzydziestu kaplanów pod przewodnictwem Ksiedza Biskupa Jana Szkodonia, który w slowie skierowanym do licznie zebranych wiernych przedstawil postac oswiecimskiego meczennika jako czlowieka wolnosci, milosci i mocy ducha. Po Mszy sw. Ksiadz Biskup poswiecil ustawiony przy glównym wejsciu do kosciola pomnik sw. Maksymiliana. Wizerunek autorstwa Tatiany Neresoly zostal wykonany w Odlewni WSK Rzeszów. Inicjatorem powstania wizerunku sw. Maksymiliana jest byly proboszcz tutejszej parafii Ksiadz Kanonik Stanislaw Górny, budowniczy oswiecimskiego kosciola. Pomnik zostal ufundowane ze skladek instytucji spolecznych, zakladów pracy, indywidualnych darczynców przy udziale Rady Miejskiej.
W uroczystosci wzieli udzial takze byli wiezniowie KL Aushwitz, przedstawiciele wladz miejskich, kaplani i siostry zakonne oraz wierni oswiecimskich parafii.
Niech ten pomnik sw. Maksymiliana przy naszym kosciele, który jest pomnikiem meczenstwa wielu narodów - powiedzial obecny proboszcz parafii sw. Maksymiliana Ks. Józef Niedzwiedzki - mówi nam o milosci, która jest mocniejsza niz smierc, niech uczy, ze zlo trzeba dobrem zwyciezac, niech przypomina nam Swietego, który z taka troska i zapalem zabiegal o zbawienie ludzi. Niech sw. Maksymilian stoi na strazy naszych sumien i wyprasza dla parafii, diecezji i calego Kosciola opieke Boza i blogoslawienstwo.