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Die Heilige Helena
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*click*Ikone der
Heiligen Helena mit Kaiser Konstantin *click* Helenas bekanntester 'Lebensabschnittsgefährte' war KONSTANTIOS I. [Flavius Julius Constantius; seit seiner Thronbesteigung Flavius Valerius Constantius; auf Münzen heißt er gelegentlich Herculius (was auf die Adoption durch Maximian hinweist, der sich rühmte, von Herkules abzustammen) oder man legt ihm den Vornamen des Diokletian (Gaius) bzw. des Maximian (Marcus) bei; das Epitheton Chlorus, unter dem er am besten bekannt ist, findet sich erst in späten byzantinischen Quellen]. - Römischer Kaiser 293-306; Vater Konstantin des Großen. - K. stammte allem Anschein nach aus Illyricum und zwar höchstwahrscheinlich aus einer Familie niederen Standes. Nach seinem Tode hat man eine Abstammung von Kaiser Claudius Gothicus behauptet, aber schon das Schwanken der Überlieferung (unehelicher Sohn; Neffe; Sohn der Tochter; Großneffe) erweist dies als Fiktion bzw. als nachträglichen Legitimierungsversuch im Interesse der dynastischen Bestrebungen Konstantins. Daß K. trotz seiner niederen Herkunft (die er allerdings mit den anderen Mitgliedern der Tetrarchie gemeinsam hat) zu den höchsten politischen Ehren gelangen konnte, erklärt sich wohl am ehesten aus seinen außergewöhnlichen militärischen Fähigkeiten, von deren Anfängen wir zwar nichts wissen, die er aber später im Kampf gegen innere und äußere Feinde oft genug unter Beweis gestellt hat. Als sein Geburtstag galt der 31. März, sein Geburtsjahr ist unbekannt, es könnte das Jahr 250 gewesen sein. Seinen frühen cursus honorum beschreibt der Anonymus Valesianus mit den Worten »protector primum, exin tribunus, postea praeses Dalmatiarum fuit« (I 1). Aus seinem Einfluß am Hofe Maximians (er hatte dem Redner Eumenius die Möglichkeit verschafft, vor Maximian einen Panegyricus zu halten) hat Seeck (Pauly-Wissowa IV, 1041) gefolgert, daß K. »einer jener Praefecti Praetorio war, deren Eumenius ... in eben jener Rede erwähnt«, doch Moreau (JbAC 2, 1959, 158) hat das als bloße »gelehrte Spekulation« abgetan. - Während seiner Tätigkeit als tribunus wurde ihm zu Naissus (Nisch) von der Schankwirtin Flavia Helena an einem 27. Februar sein erster Sohn geboren, der den Namen Konstantin erhielt und der erste christliche Kaiser werden sollte; auch dessen Geburtsjahr steht nicht sicher fest (frühestens 272, wohl nicht nach 280; erschlossen aus der Mitteilung Eusebs, Vita Const. IV 53, Konstantin habe doppelt so lange gelebt wie Alexander und seine Zeit als Herrscher sei halb so lang gewesen wie seine Lebenszeit; Seeck, Gesch. des Untergangs, 436, plädiert für 288). Wenn die Lebensgemeinschaft, aus der dieser Sohn hervorging, von einigen Quellen als »Ehe« bezeichnet wird, so ist dies im weitesten Sinne des Wortes zu verstehen, da K. als aktivem Soldaten eine formal-gültige Eheschließung (connubium) nicht erlaubt war. Da Konstantin als Kaiser aber jede Geschlechtsgemeinschaft außerhalb der legalisierten Ehe verboten hatte, taten die Quellen aus dieser Zeit sich mit der Darstellung des wahren Sachverhalts etwas schwer. - Welche Stellung bei Hofe K. innerhalb der nächsten 10 Jahre erreicht hatte, dokumentiert am besten die Tatsache, daß er (spätestens 289) die Stieftochter Maximians, Flavia Maximiana Theodora, heiratete, genauer gesagt, auf Befehl Diokletians zur Stärkung der Tetrarchie heiraten mußte. Aus dieser Ehe gingen 6 Kinder hervor (Dalmatius, Julius Konstantius und Hannibalianus sowie Flavia Julia Constanti(n)a, Anastasia und Eutropia). Am 1. März 293 wurde K. von Maximian adoptiert und zum Caesar erhoben, sein Herrschaftsgebiet war Gallien und Britannien. Dabei handelt es sich um besonders unruhige und bedrohte Reichsteile. Entsprechend zahlreich sind seine kriegerischen Unternehmungen und Ruhmestaten (Siege gegen die Franken, Alemannen, Scoten und Picten sowie gegen die Usurpatoren Carausius und Allectus). Die häufige Bekleidung des Konsulats (im Jahre 294. 295. 300. 302. 305. 306) ist ein sicheres Zeichen für die weitere Festigung seiner Position. Als Diokletian am 1. Mai 305 (zusammen mit Maximian) abdankte, war die Erhebung K.s zum (senior) Augustus daher eine in der Logik der Entwicklung liegende Konsequenz. Aber K. hat diese höchste Position nicht mehr lange wahrnehmen können: nach einem (erfolgreich verlaufenen) Feldzug gegen die Picten und Scoten starb er wahrscheinlich im Juni, auf jedem Fall aber vor dem 25. Juli 306 in Eboracum (York) an einer uns unbekannten Krankheit, die ihm schon länger zu schaffen machte. Von Konstantin, den er für diesen Feldzug an seine Seite beordert hatte, wurde sein Leichnam nach Gallien überführt und in Trier (?) begraben. - Ein Christ ist K. nie gewesen; doch scheint er sich nach Ausweis der Münzprägung in seiner Religionspolitik gegenüber den anderen Mitgliedern der Tetrarchie eine gewisse Selbständigkeit bewahrt zu haben. Das Christentum profitierte von dieser Haltung insofern, als die von Diokletian i. J. 303 in Gang gesetzten Verfolgungsmaßnahmen in K.s Reichsteil längst nicht von derselben Intensität und Dauer waren wie in den anderen Teilen des Reiches. Ob als Motiv für dieses Verhalten auch persönliche weltanschauliche oder religiöse Gründe eine Rolle gespielt haben (K. neigte einem aufgeklärten paganen Monotheismus zu, und zumindest in seiner Familie muß es Sympathien für das Christentum gegeben haben, wie die Namengebung für seine Tochter Anastasia zeigt, da der Name in dieser Zeit ausschließlich im jüdischen oder christlichen Milieu nachweisbar ist) oder nur dynastisches Streben und politisches Kalkül maßgebend waren, lassen die Quellen nicht deutlich genug erkennen.
Quellen: Für die in Betracht kommenden Quellen vgl. die Prosopographia Imperii Romani und Jones-Martindale-Morris
Die HEILIGE HELENA
war die Mutter Kaiser Konstantin des Großen, er zeitweilig in Trier residierte. 324 wallfahrtete sie als eine der ersten Frauen ins Heilige Land, wo sie nach der Legende das Kreuz Christi aufgefunden hat. Sie wird deshalb gewöhnlich mit dem Kreuz dargestellt. Helena zeichnete sich durch besondere Freigebigkeit gegenüber der Kirche und den Armen aus. Die Legende schreibt ihr die Überführung der Heiligen Rockes und der Gebeine des Apostels Matthias nach Trier zu. Nach der Überlieferung schenkte sie dem Trierer Bischof Agritius ihren Palast, an dessen Stelle die antike Doppelkathedrale errichtet wurde. Gestorben um 330 in Nikodemien, beigesetzt in Rom, später nach Konstantinopel überführt, wurde sieim 9. Jhdt. in die Abtei Hautvillers (südlich von Reims) überführt. Spuren ihrer Verehrung begegnenin Trier bereits im 10. Jhdt. Im Dom wurder der Heiligen am Ende des 12.Jhdts. die Ostkrypta geweiht. Dort befindet sich gegenwärtig in einem künstlerisch gestalteten Bronzereliquiar in Form des Quadratbaues der antiken Kathedrale ihr Haupt, darüber eine Büste der Heiligen mit Krone und Kreuz.
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Der Trierer Heilige Rock
Der Heilige Rock
Die Geschichte des Heiligen Rockes, der Tunika Christi, ist von ihren Anfängen bis zum Mittelalter dunkel. Die Frage, ob die Tunika echt oder falsch ist, mag für den heutigen Zeitgenossen ein wichtiges Kriterium sein, kann in der historischen Betrachtung aber nicht eindeutig beantwortet werden.
Sicher bezeugt ist die Geschichte des Heiligen Rockes ab dem 12. Jahrhundert. So ist das Datum 1. Mai 1196 Anlaß für die Bistumswallfahrt 1996. Vor 800 Jahren fand die Weihe des Hochaltars im damals neu errichteten Ostchor des Trierer Domes durch Erzbischof Johann I statt, der in diesem Altar den Heiligen Rock eingeschlossen hatte. Wie der Heilige Rock nach Trier kam und ob das Gewand Christi echt ist, ist wissenschaftlich nicht mehr nachzuweisen. Die Überlieferung sagt, daß die Tunika Christi durch die Heilige Helena, die Mutter Konstantins des Großen, bei ihrer Pilgerfahrt nach Jerusalem gefunden und anschließend der Trierer Kirche geschenkt wurde.
Der Mönch Altmann von Hautvillers verfaßte im 9. Jahrhundert eine Lebensbeschreibung der Flavia Julia Helena, in der er Trier als ihren Geburtsort nennt. Weder schriftliche Quellen, Münzen, Inschriften oder große kaiserliche Bauwerke in Trier können diese Behauptung verläßlich belegen. Im Mittelpunkt der spätantiken und mittelalterlichen Überlieferung von Helenas Pilgerfahrt Anfang des 4. Jahrhunderts steht allerdings die Auffindung des Heiligen Kreuzes. Vom Heiligen Rock ist zunächst nicht die Rede. Die Tunika Christi taucht erstmals in den "Gesta Treverorum" und der Deutschen Kaiserchronik aus dem 12. Jahrhundert auf. Auch diese Beschreibungen sind Legenden von der Auffindung des Heiligen Rocks. Es wurde ein geschichtliches Ereignis erfunden, um einen Tatbestand zu erklären und Tradition und Ansehen zu schaffen. Die Aussagen zum Heiligen Rock und die Verbindung Helenas mit Trier sind nur im Zusammenhang mit der mittelalterlichen Trierer Kirchenpolitik und den damit verbundenen Herrschafts- und Machtansprüchen zu verstehen.
Den ersten historisch nachgewiesenen Ansatz finden wir im Datum 1. Mai 1196, als der Heilige Rock vom Westchor zum Hauptaltar des Domes geführt wurde. Wie lange die Tunika im Westchor vorher aufbewahrt worden war, wissen wir nicht. Auch von 1196 an bis zu dem Jahr 1512 schweigen die Quellen zum Heiligen Rock. Von hier an kommt wieder Licht in das Dunkel der Überlieferung. Kaiser Maximilian (1493-1519) war zu einem Reichstag nach Trier gekommen und verlangte das Gewand zu sehen. Dem damaligen Erzbischof Richard von Greiffenklau (1511-1531) schien die Entscheidung zur Öffnung des Altars schwergefallen zu sein. Dennoch ließ er am 14. April 1512 im Beisein des Kaisers und vieler Bischöfe und Prälaten den Hochaltar öffnen. Die Zeigung des Heiligen Rocks und das Öffnen des Altars ist auf zwei Holzschnitten festgehalten. Einer davon stammt von Dürer.
Auch das Volk wünschte nun, den Heiligen Rock zu sehen. Dieser Bitte wurde entsprochen und die Nachricht verbreitet sich so schnell, daß eine große Wallfahrt entstand; die erste ihrer Art. Jährliche Wallfahrten fanden nun bis 1517 statt. Von 1524 bis 1545 fand die Ausstellung des Heiligen Rock in einem Rhythmus von sieben Jahren statt. Die nächsten Wallfahrtstermine fielen kriegerischen Ereignissen zum Opfer. Danach gab es noch eine Reihe "privater Zeigungen" für hochgestellte Persönlichkeiten, wobei die Kunde sich natürlich schnell verbreitete und viele Menschen zum Dom kamen, um den Heiligen Rock zu sehen.
Im 17. Jahrhundert wurde der Heilige Rock infolge kriegerischer Ereignisse auf dem Koblenzer Ehrenbreitstein und in Köln in Gewahrsam gehalten, ehe der Rock 1655 erneut gezeigt wurde.
Von einer Wallfahrt 1655 existiert ein ausführlicher Bericht, aus dem u. a. zu erfahren ist, daß vor dem Westturm des Domes ein großes Gerüst wie eine Schaubühne errichtet wurde, auf das man vom Inneren des Nikolauschores aus über eine Treppe gelangen konnte. Während ein großer Teil des Klerus auf der Bühne Platz nahm, wurde der Heilige Rock in einem Kasten an einer Stange hängend und wegen des Windes mit Seitenbändern befestigt, den Pilgern gezeigt.
Der Heilige-Rock weilte von der 2. Hälfte des 18. Jahrhunderts an nicht mehr ununterbrochen im Dom zu Trier. Trier, eine Schnittstelle von Machteinflüssen, hat immer wieder unruhige Zeiten erlebt. Damit die hochgeschätzte Reliquie nicht zerstört oder geraubt werden konnte, kam es zu Auslagerungen des Heiligen Rocks. So in den unsicheren Jahren der Franzosenkriege, als er häufiger auf dem Ehrenbreitstein in Koblenz untergebracht war, als in der Trierer Heilig-Rock-Kapelle. Nachdem die Reliquie 1790 wieder in Trier war, wurde sie im gleichen Jahr nach Ehrenbreitstein und 1794 von dort nach Würzburg gebracht. Auch Würzburg schien nicht mehr sicher, man floh mit dem Rock nach Bamberg, nach Böhmen, wieder zurück nach Bamberg und schließlich nach Augsburg.
Der damalige Kurfürst Clemens Wenzeslaus hatte1802 auf sein Kurfürstentum verzichtet und sich in sein zweites Bistum Augsburg begeben. Dorthin wurde der Heilige Rock nun gebracht. Mit Unterstützung Napoleons gelang es schließlich 1802 dem von Napoleon eingesetzen Bischof Charles Mannay (1802-1816) den Heiligen Rock 1810 nach Trier zurückzuholen. Der Weg der Reliquie führte dann auch über das Saarland. Bis Saarbrücken konnte der Transport geheimgehalten werden. In Merzig gab es für das Volk kein Halten mehr und Tag und Nacht kamen die Leute in die Kirche St. Peter, um zu beten. Auch die Ankunft in Trier sorgte für großes Aufsehen. Fast 230.000 Pilger kamen in der Zeit vom 9. - 27. September 1810, um den Heiligen Rock zu sehen.
Der Heilige Rock wurde fortan in einem neuen Ausstellungsschrein (der bis 1933 benutzt wurde) gezeigt und in der Heilig-Rock-Kapelle im Altar des Ostchores aufbewahrt.
Die nächste große Wallfahrt fand vom 17. August bis zum 6. Oktober 1844 statt. Über eine halbe Million Pilger kamen nach Trier, um den Heiligen Rock zu sehen, der zuvor aus der Rückwand der Heilig-Rock-Kapelle gebrochen werden mußte. Nach Abschluß der Wallfahrt wurde die Reliquie wieder im Hochalter eingemauert. Wie 1844 war auch das nächste Wallfahrtsdatum, 20. September bis 4. Oktober 1891, eine politisch turbulente Zeit. Die Wunden des Kulturkampfes waren noch nicht verheilt. So fand diese Wallfahrt in einer Zeit religiöser und soziologischer Erneuerung der Kirche im Bistum Trier statt. Im Zeichen eines Aufbruchs der Katholischen Kirche gewann die Heilig-Rock-Wallfahrt an großer Bedeutung. Über 1.000.000 Die Pilger kamen aus allen Erdteilen nach Trier. Waren 1844 die Leute größtenteils zu Fuß gepilgert, so gab es jetzt ein gut funktionierendes Bahnnetz. Im Rahmen der Wallfahrt wurde für die Reliquie ein neues Behältnis geschaffen, indem sie heute noch aufbewahrt wird. Dieser Schrein ist so groß, daß der Heilige Rock darin Platz hat, ohne daß er wie früher gefaltet werden muß. Dieser große Schrein paßte nicht mehr in den Hochaltar. Als neuer Aufbewahrungsort wurde das spätgotische Domarchiv im Badischen Bau des Kreuzganges (seit 1974 Domschatzkammer) gewählt. Die nächste Wallfahrt fand vom 23. Juli bis zum 10. September 1933 unter Bischof Franz Rudolf Bornewasser (1922-1951) statt. Sie lief synchron mit der Feier des Jahres 1933, die Papst Pius der XI. angewiesen hatte. Im Hinblick auf die am 30. Januar 1933 zur Macht gekommene nationalsozialistische Partei wurde der Wallfahrt eine politische Motivation nachgesagt. Dies ist jedoch ausgeschlossen, da der Entschluß zur Wallfahrt bereits früher feststand (angekündigt am 25. Januar 1933). Dennoch wurde die bis heute größte Wallfahrt mit mehr als 2 Millionen Pilgern von der Besorgnis über die künftige Entwicklung und die Machenschafften der nationalsozialistischen Machthabern überschattet.
Die Zeit des 2. Weltkrieges brachte für den Heiligen Rock wieder Auslagerungen mit sich. So wurde er zu Beginn des Krieges 1939 zunächst nach Limburg von dort nach Fulda und im Abschluß des Frankreich-Feldzuges 1940 wieder nach Trier zurückgebracht. Als 1944 Trier wieder in unmittelbare Gefahr geriet, wurde die Reliquie nicht mehr ausgelagert, sondern in Trier im damaligen Dombunker gesichert. Die bislang letzte Heilig-Rock-Ausstellung und Wallfahrt fand vom 19. Juli bis 20. September 1959 statt. 1,8 Millionen Pilger kamen nach Trier und sahen die "Tunika Christi", welche über dem Hochalter des Ostchores ausgestellt war.
In der Silvesterpredigt 1992 lud der Trierer Bischof Dr. Hermann Josef Spital die Gläubigen zur dritten Heilig-Rock-Wallfahrt in diesem Jahrhundert ein. Da der Heilige Rock aus konservatorischen Gründen nicht mehr hängend aufbewahrt werden darf, wird er liegend unter einem klimatisierten, luftdichten Glasschrein ausgestellt. Die Bistumswallfahrt 1996 wird noch einmal eine große Herausforderung mit sich bringen. Über eine Million Pilger werden Trier und den Dom besuchen, um den Heiligen Rock zu sehen.
Die Frage nach seiner Echtheit
Die wechselvolle Geschichte und mitunter ungünstige Aufbewahrungsbedingungen des Heiligen Rockes haben dazu beigetragen, daß sich der ursprüngliche Bestand der Reliquie im Laufe der Jahrhunderte stark vermindert hat.
Jede Generation hat sich anläßlich einer Zeigung gezwungen gesehen, Ausbesserungen und Schutzmaßnahmen vorzunehmen. Der "Urzustand" ist dadurch ständig mehr abhanden gekommen.
Die durchgehenden Stofflagen des Vorderteils der Tunika bestehen heute, von innen nach außen gesehen, aus rotbraunem Seidensatin, aus bräunlichem Tüll und aus grünlichem Taft. Dieser Taft verfügt über eine Auflage von alten Stoffragmenten, die durch Gummitragant verbunden sind. Der Rückenteil besteht aus rotbraunem Seidensatin, bräunlichem Tüll, feiner Seidengaze, einer Filzschicht, grünlicher Taftseide, einer weiteren Filzschicht und Seidengaze. Es ist davon auszugehen, daß die Wollfasern, die heute einen teils zusammenhängenden, teils zerbröckelnden Filz bilden,das Kerngewebe darstellen. Dessen Alter kann nicht mehr genau bestimmt werden. Insgesamt hat das Gewand seine textile Oberfläche vollkommen verloren.
Weitere Informationen:
Domfreihof, Dombüro-Telefon 0651/75801 [Stadtplan] [Buslinienplan]
öffnungszeiten:
01. November bis 31. März, täglich, 6 - 12 und 14 - 17.30 Uhr
01. April bis 31. Oktober, täglich, 6 - 18 Uhr
Eintrittspreis für Führungen im Dom und in der Liebfrauenkirche:
2,- DM/Person, mindestens aber 40,- DM
http://www.bistum-trier.de
Quelle: © Bischöfliches Generalvikariat - Pressestelle
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Der Name Helena
Der Name Helene oder Helena
griechisch, ein Name mit unklarer Bedeutung. Evtl. in Zusammenhang mit dem Sonnengott Helios.
Bekannt durch die griech. Sage um die schöne Helena, die den trojanischen Krieg auslöste (Homer).
Populär auch durch Offenbachs Operette (1864). Verbreitung des Namens im Mittelalter durch die heilige Helena, die Mutter Kaiser Konstantins des Grossen (3/4 Jahrhundert) die das Christi Kreuz gefunden haben soll.
Im 19. Jahrhundert in der From Helene Modename (zahlreiche Kurzformen).
Heute stärker als Helena verbreitet (aber beide Formen nicht mehr häufig).
Das schrieb ein geneigter Leser mir:
"Hi, Erhabener,
Ihre Seite ist gelungen und witzig. Nur zwei Anmerkungen aus
sprachwissenschaftlicher Sicht zur Hl. Helena:
1. In der Tat, der Ursprung des Namens ist ziemlich rätselhaft. Allerdings
ist ein Zusammenhang mit Helios so gut wie unmöglich, da der E-laut von
"Helios" (griech.: eta) einen anderen sprachgeschichtlichen Ursprung hat als
der E-Laut von "Helena" (griech: e psilon). E psilon entsteht nur in einem
sehr speziellen Fall (Diphthong-Quantitätsmetathese = Längenumkehrung in
eo-Doppellauten) aus eta, sonst unterscheidet die griechische Sprache die Laute
sehr deutlich.
2. Der polnische Name Halina hat andere Ursprünge, es gibt auch den Namen
Helena in Polen.
Soviel zur Besserwisserei - viel Erfolg mit solchen Seiten, weiterhin..."
Namensträgerinnen dt. Frauenrechtlerin H. Lange (1848 - 1930)
Schauspielerinen H. Thiemig (1889-1974, Ehefrau von Max Reinhardt)
H. Weigel (1889-1974, Ehefrau von Bert Brecht).
Literatur Homer,
Offenbach
Wilhelm Busch (die Fromme Helene;1872)
England Helen, Ellen, Eleanor,...
Frankreich Hélène,...
Italien Elena,...
Ungarn Ilona,...
Russland Jelena,...
Ukraine Olena,...
Polen Halina,...
Irland Eileen,...
Schweden Elna,...
wer weitere Formen kennt, darf sie mir gerne mailen
Auch sehr bekannt: Das süße Dessert Birne Belle Hélène...
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