Die Georgskathedrale in Lviv
Großerzbischof Kardinal Ljubomir Husar
Ikonen- Gallerie
Do wlasnych dscherel – zurück zu den Wurzeln
Die Ukraine, der rechte Glaube und die Liebe zum Katholischen – Nach schwierigen Jahren regt sich in der Kirche wieder Leben
Slawisch die Nation, byzantinisch die Liturgie, römisch die Kirche. So lassen sie sich in aller Kürze charakterisieren: die papsttreuen griechisch-katholischen Ukrainer. Nun hat Kardinal Lubomyr Husar, ihr Großerzbischof, vor zwei Wochen angekündigt, er werde seinen Amtssitz von Lemberg nach Kiew verlegen. Nicht sonderlich spektakulär auf den ersten Blick, auf den zweiten allerdings umso mehr. Denn auf diese Weise tut er einen bedeutsamen Schritt von der westlichen Peripherie in die geschichtliche Mitte seines Landes. „Wir wollen dahin zurückkommen, wo wir angefangen haben“, fasste der Kardinal seinen Entschluss zusammen. Damit wird er der fünfte Bischof in Kiew sein: neben den Bischöfen des – quantitativ stärksten – Moskauer Patriarchats, des Patriarchats von Kiew und der Autokephalen Orthodoxen Kirche sowie dem Bischof des lateinischen Ritus, der sich vor allem um polnische Katholiken kümmert.
Im Geiste nationaler Erweckung
In der Tat ist die kirchliche Situation in der Ukraine sehr komplex. 1918 war es, dass der ukrainische Staat im Geiste nationaler Erweckung und Eigenständigkeit die Autokephale Orthodoxe Kirche ausrief; einer ähnlichen Sinnrichtung folgte auch die Kiewer Orthodoxie, die mittlerweile den Schulterschluss mit dem Patriarchat von Konstantinopel sucht und findet. Die Autokephale Kirche dagegen genießt innerhalb der Orthodoxie bis heute keine Anerkennung, da die Gültigkeit ihrer Bischofsweihen recht zweifelhaft ist.
Und was die protestantischen Gemeinschaften angeht, so existieren zwar etliche Gemeinden, jedoch mit äußerst geringer Mitgliederstärke, so dass sie eine breitere Öffentlichkeit kaum wahrnimmt. Einiges schwieriger zu bestimmen ist das Verhältnis zwischen griechisch-katholischen und russisch-orthodoxen Christen – ein Verhältnis, das sich nur aus der Geschichte heraus verstehen lässt. So gilt Kiew als die Wiege der Rus-Völker, insbesondere der Ukrainer. Unter dem Kiewer Großfürsten Wolodymyr ist das Christentum auch zu seiner ersten Blüte dort gekommen. Um sich dem Glauben und der Kirche anzuschließen, hatte sich der Fürst sowohl nach Rom als auch nach Konstantinopel gewandt. Während nun der Westen langwierige Bedenken hegte hinsichtlich der Liturgiefähigkeit der slawischen Sprache – immerhin war hier alles, was sich Kultur nannte, romanischen Ursprungs –, hatte man im Osten der Kirche mit der Verschiedenheit von Kulturen durchaus Erfahrung. Im gottesdienstlichen Gebrauch des Slawischen sah man demnach auch keine Schwierigkeit. Und dieser Umstand überzeugte den Großfürsten offenbar. Von dem großen Schisma, das knapp siebzig Jahre später zwischen die Griechen und die Römer treten sollte, ahnte Wolodymyr nichts – und ebensowenig, daß der Glanz der Kiewer Rus durch die Einfälle der Tataren nach nur zwei Jahrhunderten zu Ende sein würde. Moskau ist es, das im dreizehnten Jahrhundert die Mongolenherrschaft beseitigt, und mit Hilfe bedenkenloser Machtpolitik steigt sein Stern nun unaufhaltsam.
Moskau sieht, wie Byzanz den Osmanen in die Hände fällt, wie die Päpste das alte Rom verlassen und nach Avignon gehen. So versteht sich Moskau bald als das dritte Rom, was seine weltliche Macht angeht und nicht minder seine geistliche Autorität; immerhin hatte man sich bereits 1439, nach einem glücklosen Einigungsversuch zwischen West- und Ostkirche in Florenz, von der griechischen Orthodoxie losgesagt.
Seit langem befand sich die Ukraine im Abseits, religiös wie politisch steckte das Land in einer Misere – bis zum Jahr 1596. Da nämlich gelang den ukrainischen Bi-schöfen und Kosaken in Brest ein historisch entscheidender Schritt: Nach über fünfhundert Jahren restituierten sie mit geeinten Kräften die vertragliche Kircheneinheit mit dem Heiligen Stuhl zu Rom. Byzantinische Liturgie wie spezifische rechtliche Traditionen konnten beibehalten werden. Während die Ukraine sich so dem illegitimen geistlichen Anspruch Moskaus entzogen hatte, schützte ein militärisches Bündnis mit den Russen zugleich vor polnischen Begehrlichkeiten.
So war ein relativer Ausgleich zwischen den von allen Seiten her ziehenden Kräften geschaffen. Doch die Stabilität war nur allzu empfindlich. Die Kirchenunion erwies sich auf Dauer als nicht stabil genug, obwohl ihr alle Bischöfe ausnahmslos zugestimmt hatten. Politischer Druck machte die Einheit vom Osten her allmählich porös, sodass am Ende des achtzehnten Jahrhunderts hauptsächlich noch die Westukraine in der Union verblieben war.
Stalins Terror: der Gipfelpunkt der Leiden
Bei allen politischen Aspekten der Kirchenunion darf man nicht die Vorrangigkeit des Glaubenszeugnisses verkennen, zu dem die romtreuen Ukrainer im Lauf der Jahr-hunderte immer wieder imstande waren. Die schrecklichste Herausforderung war wohl Stalins Terror, nachdem das Land 1922 der Sowjetunion eingegliedert worden war. Dem gezielten Genozid durch Vernichtung von Lebensmitteln in gigantischen Ausmaßen fielen in den Jahren 1932 und 1933 fünf Millionen Ukrainer zum Opfer. 1946 verbot Stalin die griechisch-katholische Kirche, das Kirchengut fiel teilweise der russischen Orthodoxie zu, deren Leitung sich in abgesteckten Grenzen mit dem Regime arrangierte.
Die ukrainischen Priester schickte man vielfach nach Sibirien. Dorthin ließ Stalin auch die meisten Bischöfe deportieren, und nur wenigen gelang die Flucht ins Ausland. Viele, sehr viele von ihnen starben für ihren Glauben. Einer, der nach beinahe zwei Jahrzehnten den Qualen lebend entkam, war der Konzilsvater und spätere Kardinal Joseph Slipej. Seine Person genießt bis heute höchstes Ansehen und erinnert an die finsterste Epoche der ukrainischen Kirche.
Härte gegen die unierten Katholiken blieb bis zum Ende der Sowjetunion an der Tagesordnung. Doch dann zeigte sich, dass die Kirche lebte und nie aufgehört hatte zu existieren. Im Ausland und im Untergrund hatte sie fortbestanden. Man zählte vier Millionen Gläubige, heute sind es weit mehr als fünf Millionen. Erzbischof Myroslav Lubatschivsky, der bis dahin in Rom residierte, konnte nun in die Ukraine, nach Lemberg zurückkehren. Er gründete ein Priesterseminar, im Westen des Landes kam es schlagartig zu vielen Übertritten – eine Entwicklung, die damals einige Feindschaft auf orthodoxer Seite hervorrief. So betrachtet Moskau die Ukraine noch immer als ihr angestammtes Territorium.
Durch die kommunistische Unterdrückung wurde die griechisch-katholische Kirche zu einer Exilskirche, stets mit einem Standbein in der Heimat – anders als etwa die unierten chaldäischen Christen, die vor wenigen Jahren angesichts der unerträglichen Verhältnisse zwischen den türkisch-kurdischen Fronten fast vollständig den Exodus antraten. Besonders viele Ukrainer haben sich in Kanada, Brasilien und den Vereinigten Staaten niedergelassen, aber zunehmend auch in Deutschland und Skandinavien.
Für letztere trägt Bischof Petro Kryk als Apostolischer Exarch die geistliche Verantwortung. Von seinem Amtssitz in München aus koordiniert er unter der engagierten Mitarbeit seines Kanzlers Ivan Machuzhak die Seelsorge der 22 Priester und steht in engem Kontakt mit seinen lateinischen Mitbrüdern. Die Arbeit gestaltet sich sehr vielseitig; galt es bis 1989 in Deutschland etwa dreißigtausend Ukrainer zu betreuen, sind es heute an die hunderttausend. Da ist es eine besondere Aufgabe, die hier aufgewachsenen Ukrainer und die Neuankommenden in ihren geistlichen und sozialen Bedürfnissen gleichermaßen wahrzunehmen. Viele Ukrainer sind in die Fremde gegangen. Dort gilt es, sich an die Gegebenheiten anzupassen, ohne seine Wurzeln zu vergessen. Nahe seinen Wurzeln sein, hieß für die griechisch-katholische Teilkirche immer ein zweifaches: Nähe zu den Ursprüngen der eigenen Geschichte und Nähe zu den apostolischen Quellen des Glaubens. In diesem Sinn handelt Kardinal Husar, wenn er in Kürze nach Kiew geht. Und im selben Sinn sprach er als Festredner auf einem Empfang im November vor vierhundert Gästen, darunter Bundespräsident Johannes Rau, hohe Politiker und zahlreiche Angehörige des Diplomatischen Korps, den klaren Appell aus: „Die christliche Lehre und die christliche Kultur haben Europa zu Europa gemacht.“
Die griechisch-katholische Kirche der Ukraine ist mit Rom uniert in mehreren verschiedenen damals zumeist politisch motivierten Unionen aus dem17.Jhdt, in der Ukraine gibt es sehr viele solche Christen, der Groß- Erzbischof in Lemberg (L'viv)ist der Quasi-Patriarch( Seine Kathedrale ist oben auf dem Foto zu sehen).
Die Priester dürfen heiraten (innerhalb der Ukraine), es gibt viele Streitigkeiten mit den Kirchen der von Rom getrennten Orthodoxie-materieller Art und theologischer Natur.
Metropolit Isidor von Kiev, der in Moskau residierte, war 1439 auf dem Konzil von Florenz und akzeptierte die Union zwischen Ost und West. Seit 1316 hatte es zwei "Metropoliten von Kiev" gegeben. 1448 machte sich der in Moskau von Konstantinopel unabhängig und nannte sich 1459 "von Moskau". Der andere Metropolit, für die ukrainische und weißruthenische Bevölkerung im polnisch-litauischen Staatsverband hatte wechselnden Sitz in Wilna oder in einem Kloster, seit 1459 wieder in Kiev. Isidor hatte also keinen Erfolg mit der Union in Moskau.
Sie gelang im polnisch-litauischen Staat bis 1480. Als später viele Adelige zum lateinischen Ritus übertraten, welcher mit der polnischen Nationalität identifiziert wurde, und ihre Untertanen ihrem Beispiel folgten, setzte sich in der Kiever Metropohe die Idee einer Union mit Rom zur Bewahrung des byzantinisch-slawischen Ritus und der "ukrainischen" Nationalität durch.
1595 beschlossen neun ukrainische Bischöfe die Union, 1596 unterzeichneten sechs von ihnen die von Rom gewährte Union, hundert Jahre später einige Bischöfe in der Westukraine um Lemberg. Im 18. Jahrhundert konnte sich in Lemberg die Union ungestört entwickeln. Durch die Teilungen Polens bis 1795 kam der größte Teil der Unierten in Weißrussland unter die Herrschaft des Zaren und kehrte langsam wieder zur Orthodoxie zurück. Im österreichischen Teil, in Galizien, blieb die unierte Kirche erhalten; nachdem der größte Teil Galiziens 1944 in den Verband der Sowjetunion kam, gehörten hier die Unierten 1946 bis 1989 durch staatliche Verfügung offtziell zur Orthodoxen Kirche. Gleichzeitig standen sie in Polen unter starkem Latinisierungsdruck seitens der katholischen Bischöfe.
Seit 1989 bezeichnen sich einige Gemeinden des Moskauer Patriarchates in Weißrussland als katholisch, zu manchen kommen Priester aus der Ukrainischen katholischen Kirche.
Liturgie:
Sprache: ukrainisch und kirchenslawisch.
Kalender: gregorianisch.
Ostertermin: neuer Stil.
Zahlen:
Gläubige: ca. 4,7 Millionen,
davon 700.000 in den USA, Canada, Argentinien, Australien.
Bischöfe: 24.
Sitz des Oberhaupts:
Lemberg .
Die Orthodoxen Patriarchen lehnen den Primat des Römischen Papstes ab.
Zur orthodoxen/byzantischen Liturgie
Die normale Sonntags-Liturgie in orthodoxen und uniierten Kirchen heißt "Chrysostomos-Liturgie" oder "Göttliche Liturgie". Die Liturgie der Stadt Byzanz gibt ihr das Muster, weshalb man auch von "byzantinischer Liturgie" sprechen kann, analog der Verwendung von "römischer Liturgie".
Die Rollenverteilung zwischen Priester, Diakon, Lektor und Chor, das Wechselspiel von Wort und Antwort, das Auf und Ab der Melodien, das Ineinanderfließen der Stimmen sind in gleicher Weise Ausdruck lebendiger Gebetsgemeinschaft wie die Beräucherung mit Weihrauch, die Darbringung von Kerzen seitens der Gottesdienstbesucher, die Verehrung der Ikonen und - nicht zuletzt - das Stehen als die grundlegende Gebetshaltung des orthodoxen Christen. Der ganze Mensch mit all seinen Sinnen ist angesprochen. Er ist nicht unbeteiligter Zuhörer, sondern er wird in ein dramatisches Geschehen hineingezogen.
Schon im Eröffnungsdialog wird das deutlich:
Diakon: Gib den Segen, Herr!
Priester: Ehre sei der heiligen, wesenseinen, lebenspendenden und unteilbaren Dreifaltigkeit, allezeit, jetzt und immerdar und von Ewigkeit zu Ewigkeit.
Chor: Amen.
Kommet, laßt uns Gott, unseren König, anbeten!
Kommet, laßt uns anbeten und niederfallen vor Christus, unserem König!
Kommet, laßt uns anbeten und niederfallen vor Christus selbst, unserem König und Gott!
Kommet, laßt uns anbeten und niederfallen vor Ihm!
Wichtiger Bestandteil des Stundengebetes sind von alters her die Psalmen. Ps 141 (vom Chor im siebten Ton gesungen):
Chor: Herr, ich rufe zu Dir, erhöre mich! Erhöre mich, o Herr!
Hab acht auf die Stimme meines Gebetes, wenn ich zu Dir rufe.
Erhöre mich, o Herr!
Es steige empor mein Gebet wie Weihrauch vor Dein Angesicht.
Das Erheben meiner Hände sei mein Abendopfer.
Erhöre mich, o Herr!
Führe aus dem Kerker meine Seele hinaus, auf daß ich preise Deinen Namen.
Kommet, lasset uns jubeln dem Herrn, der die Macht des Todes gebrochen und das Menschengeschlecht erleuchtet hat. unser Beistand und Retter,
Ehre sei Dir!
Höhepunkt des allabendlichen Vespergottesdienstes ist der Hymnus an den Gottessohn:
„Svete tichij"- „Du stilles Licht"
Chor: Du stilles Licht der heiligen Herrlichkeit, des unsterblichen, heiligen, seligen, himmlischen Vaters: o Jesus Christus! Gekommen zum Untergang der Sonne schauen wir das Abendlicht und besingen Gott, den Vater, den Sohn und den Heiligen Geist.
Würdig bist du, zu allen Zeiten besungen zu werden mit frommen Stimmen, Sohn Gottes, der Du das Leben verleihst.Darum rühmt Dich die Welt.
Im Gottesdienst der Russischen Orthodoxen Kirche nehmen die zumeist in der Form einer Litanie vorgetragenen Bitten (Ektenien) für die Stände der Kirche und für die Anliegen des Gottesvolkes einen breiten Raum ein. Man unterscheidet: „Große Litanei", „Kleine Litanei", „Inbrünstige Litanei", „Bittlitanei".
Die einzelnen Fürbitten werden vom Diakon oder Priester gesungen.
Aus der sogenannten „inbrünstigen Litanei":
Lasset uns alle sagen, von unserer ganzen Seele und von unserem ganzen Gemüte, lasset und alle sagen:
Chor: Herr, erbarme Dich!
Allmächtiger Herr, Gott unserer Väter, wir bitten Dich: Erhöre uns und erbarme Dich!
Chor: Herr, erbarme Dich
Herr, erbarme Dich unser nach Deiner großen Barmherzigkeit.
Wir bitten Dich,erhöre uns und erbarme Dich!
Chor: Herr, erbarme Dich! (3mal)
Wir bitten noch für unseren geheiligten, rechtgläubigen Patriarchen NN und für unseren hochgeweihten Metropoliten NN.
Chor: Herr, erbarme Dich! (3mal)
Wir bitten noch um Huld, Leben, Frieden, Gesundheit, Heil, Fürsorge, Vergebung und Nachlaß der Sünden für die Knechte Gottes NN und alle Brüder und Schwestern dieser Gemeinde.
Chor: Herr, erbarme Dich! (3mal)
Aus der Bittlitanei:
Lasset uns unser Abendgebet zum Herrn vollenden! Chor: Herr, erbarme Dich!
Daß der ganze Abend vollkommen, heilig, friedlich und ohne Sünde sei, lasset uns vom Herrn erflehen.
Chor: Gewähre, o Herr!
Vergebung und Nachlaß unserer Sünden und Verfehlungen lasset uns vom Herrn erflehen.
Chor: Gewähre, o Herr!
Das Gute und das Nutzbringende für unsere Seelen und Frieden für die ganze Welt lasset uns vom Herrn erflehen.
Chor: Gewähre, o Herr!
Eingedenk unserer hochheiligen, reinsten, hochgelobteil, ruhmreichen Herrin, der Gottesgebärerin und immerwährenden Jungfrau Maria und aller Heiligen, lasset uns selbst und einer dem anderen und unser ganzes Leben Christus, unserem Gott befehlen.
Chor: Dir, o Herr!
In der Byzantinischen Dekanie der Benediktinerabtei Niederaltaich arbeitet eine kleine Gruppe von Mönchen unter der Leitung von Archimandrit Irenäus Totzke daran, die orthodoxe Kirchenmusik für deutsche Gottesdienste zugänglich zu machen. Archimandrit Irenäus übersetzt aus den slawischen Sprachen und rekomponiert den orthodoxen Gesang ukrainischer und russischer Herkunft mit dem Ziel, daß orthodoxe Gottesdienste vollständig in deutscher Sprache mit deutschsprachigen Gesängen abgehalten werden können. Seine wunderschönen Arbeiten kann man im Klosterladen Niederaltaich, 94557 Niederaltaich, Tel 09901 2091 78, Fax (-79) auf CD und MC bekommen, zum Beispiel
die Göttliche Liturgie unseres Vaters unter den Heiligen Johannes Chrysostomos (das ist die Liturgie des „normalen“ Sonntagsgottesdienstes, es gibt sie in Niederaltaich in zwei Fassungen, eine ältere nur auf MC, die unbedingt vorzuziehen ist, und eine jüngere auf CD und MC),
die Byzantinische Osterliturgie (der Name sagt es, Ostern ist das wichtigste Fest des orthodoxen Gottesdienstes, dementsprechend prachtvoll-schön-jubelnd die Musik),
die Liturgie der Vorgeweihten Gaben (die Liturgie der Fastenzeit).
Mitwirkende sind die Chorodia der Benediktinerabtei Niederaltaich und die Schola Cantorum St. Godehard aus Hannover unter der Leitung von Archimandrit Irenäus Totzke.
Zum besseren Verständnis des byzantinischen Gottesdienstes ist das Buch „Wir haben das wahre Licht gesehen - Einführung in Geist und Gestalt der byzantinischen Liturgie“ von Michael Kunzler aus dem Paulinus-Verlag, Trier 1991, geeignet. Kunzler beschreibt jeden einzelnen Vorgang, am Schluß des Bandes findet sich der vollständige Text der Chrysostomos-Liturgie.