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Schottland von A - Z

Auszug aus meinem Buch "Die kleine Schottlandfibel"

Schottland von A - Z

 

Anreise

Grundsätzlich gibt es vier Möglichkeiten, nach Schottland zu reisen: Man kann fliegen, mit dem Schiff übersetzen, oder Eurostar bzw. Bus durch den Tunnel fahren. Die günstigste Variante ist der Reisebus. Es fahren aus vielen Orten Deutschlands Reisebusse in alle größere Städte Großbritanniens, über dieses Netzwerk können gute Reisebüros Auskunft geben. Eurostar und Flugzeug sind die schnellsten Verkehrsmittel. Die Flugverbindungen gehen nach Glasgow, Edinburgh, Aberdeen und Inverness, man erfragt sie am besten im Reisebüro. Ist man nicht auf eine möglichst schnelle Verbindung angewiesen oder möchte den eigenen Wagen mitnehmen, so empfiehlt sich die Reise mit der Fähre: Amsterdam - Newcastle und Hamburg - Harwich, Rotterdam/Zeebrügge - Hull und voraussichtlich ab Mai 2002 Amsterdam - Rosyth (Edinburgh).

Antiquitäten

Antiquitätengeschäfte gibt es in fast jedem größeren Ort. Interessenten können vor allem aber in der Regent Street und in der Bath Street in Glasgow herumstöbern.

In Edinburgh sind die Antiquitätenläden über die gesamte Alt- und Neustadt verteilt, und in der Folge sind nur einige Straßen mit Fachgeschäften genannt: Victoria Street, High Street, Thistle Street, St. Stephen Street, Howe Street, Dundas Street und George Street neben vielen anderen.

Apotheken

Rezeptpflichtige Arzneimittel sind beim chemist und in manchen pharmacies (z. B. Boots und Safeway's) erhältlich. Daneben führen die meisten dieser Apotheken ein umfangreiches Sortiment an Drogerieartikeln und rezeptfreien Medikamenten.

   Es sollte aber beachtet werden, daß die in der Heimat verschriebenen Medikamente meistens anders bezeichnet sind. Oft sind sie in Großbritannien überhaupt nicht erhältlich, und u.U. sind sie nur in anderen Zusammensetzungen zu finden. In jedem Fall ist es dringend ratsam, sich zu Hause damit zu versorgen, wenn man absehen kann, daß man sie benötigen wird. Die Apotheken sind von 9-18 Uhr und in einigen Städten bis 20 Uhr geöffnet. Die Adressen von Bereitschaftsapotheken können aus der Tagespresse entnommen werden.

Ärzte und Behandlungen

Urlauber aus EU Mitgliedsländern haben Anspruch auf kostenlose Behandlung durch Ärzte oder Ambulanzabteilungen der Krankenhäuser, die dem britischen Gesundheitsdienst National Health Service (NHS) angegliedert sind. Private Ärzte und Klinken stellen die Behandlung in Rechnung! Die Notbehandlung beim Zahnarzt ist oft kostenlos. Weitere Behandlungen werden allerdings dagegen mehr und mehr nur gegen Berechnung durchgeführt!

Baden

An der Westküste sowie auf den Inseln gibt es eine ganze Anzahl von Traumstränden. Manche davon sind aus feinstem Sand und können in der Karibik nicht schöner sein. Bei warmen bis sogar heißem Wetter locken das herrlich grünblaue Meer oder auch eines der unzähligen Lochs zum Baden. Doch Vorsicht! Das Wasser ist meistens extrem kalt! Besonders in entlegenen Regionen sollten unbedingt Ortskundige gefragt werden, ob das Baden gefährlich ist. Grund dafür ist die sehr oft starke Gezeitenströmung, die immer wieder auch geübte Schwimmer ins offene Meer hinauszieht.

Vorsicht ist auch bei Landverbindungen angebracht, die bei Ebbe entstehen und bei eintretender Flut oft schnell überspült werden. Die Verbindung zur heiligen Insel Lindisfarne, in Northumberland, ist ein sehr gutes Beispiel dafür. Vorabinformation: Durham TIC 0191 375 30 00

Banken

Edinburgh ist das zweitwichtigste Bankenzentrum im UK und einer der führenden Finanzplätze in Europa. In Schottland gibt es neben den Filialen der meisten englischen Banken, drei große schottische Banken: Bank of Scotland, The Royal Bank of Scotland und die Clydesdale Bank. Diese drei Banken haben trotz der Union von 1707 immer noch das Recht, ihr eigenes Geld zu drucken.

   Fast überall finden sich heute Geldautomaten für Euro- und Kreditkarten (max. Abhebesumme: £200). Im abgelegenen Hochland und an der Küste kann u. U. auf Bahnhöfen, Hotels, Reisebüros oder in der Touristeninformation (TIC) Geld gewechselt werden. Darüber hinaus lösen die Banken und die meisten Geschäfte und Hotels auch Traveller-Cheques ein. In der Regel haben die Banken montags bis freitags von 9.15 Uhr bis 16.45 Uhr geöffnet; einige haben donnerstags längere Schalterstunden. In ländlichen Regionen und im äußersten Nordwesten können oft nur an bestimmten Wochentagen im Bankmobil Devisen getauscht werden. Kreditkarten u.ä. sind in B&B Unterkünften, Pubs, Cafés eher unüblich. In ländlichen Regionen im Norden gibt es zudem kaum Geldautomaten: Da hilft nur Bargeld.

Behinderte

Für alle Belange in dieser Hinsicht lassen sich Informationen und Publikationen einholen bei folgender Stelle:

Scottisch Council on Disability

Princes House, 5 Shanwick Place

Edinburgh EH2 4RG

Tel. 0131 229 8632

Wichtige Information hält auch folgende Website bereit:

http://www.disabilityworld.com

 

Botschaften/Konsulate

(alle Adressenagaben sind unverbindlich und auf Veränderungen vorab zu überprüfen)

Deutsches Generalkonsulat

16 Eglington Crescent, Edinburgh EH12 5DG

Tel 0131 337 23 23

German.Consulat@btcnnoct.com

Östereichisches Konsulat

9 Howard Place, Edinburgh EH3 5JZ

Tel 0131 558 19 55

austriaconsulat@focusscotland.co.uk

 

Schweizer Generalkonsulat

255c Colinton Road, Edinburgh EH14 1DW

Tel 0131 441 40 44

Edinburgh.Vertretung@eda.admin.ch

 

Fähren

Von den 790 schottischen Inseln sind etwa 130 bewohnt, Fährfahrten sind folglich für viele Urlauber unvermeidlich. Vorausbuchungen, besonders für Fahrzeuge, sollten für die meisten Strecken vorgenommen werden, was besonders während der Hauptreisezeit im Sommer sehr zu empfehlen ist. Ebenso ratsam ist es aber, vorher genau zu kalkulieren, ob sich die Passage zu den Inseln mit dem eigenen Fahrzeug lohnt bzw. im Verhältnis zum Fährpreis steht.  Auf den großen Hebriden Inseln, Orkney und Shetland bieten Linienbusse und einige Ausflugsunternehmen Transportmöglichkeiten an.

  Die meisten Fähren an der Westküste werden vom halbstaatlichen Unternehmen Caledonian MacBrayne (kurz CalMac genannt) betrieben. Alle Fahrpläne und Unterkunftsangebote sind in Broschüren erhältlich, die in allen Fährbüros ausliegen und von dort angefordert werden können.

Caledonian MacBrayne

Tel. 01475 650 100

Reservierungen: 0990 650 000

http://www.calmac.co.uk

 

John o’Groats - Orkney

Tel. 01955 611 353

(ohne Wagen und nur Sommer)

 

P&O (Scrabster - Orkney; Aberdeen - Shetland)

Tel. 01224 572 615

http://www.poscottishferries.co.uk

(mit Wagen)

 

P&O: Cairnryan - Larne (Nordirland)

Tel. 0870 242 46 66

http://poirishsea.com

 

STENA: Stranraer nach Irland

Tel. 0990 70 70 70

http://ww.stenaline.co.uk

Feiertage

Die sogenannten bank holidays sind arbeitsfreie Tage, die in Schottland für Banken und einige andere Institutionen gelten. Einige Firmen nutzen die Möglichkeit und schließen an den Tagen ebenfalls: Der erst und letzte Montag im Mai sowie der letzte Montag im August sind sogenannte Bank Holidays.

Neujahr und der 2.Januar sind im ganzen Land Feiertage, ebenso Karfreitag und Ostermontag und der erste Weihnachtstag.

Darüber hinaus gibt es in schottischen Städten und Gemeinden div. Feiertage unterschiedlichen Ursprüngs.

Festivals

Über das Jahr verteilt gibt es überall auf dem schottischen Festland und auf den Inseln zahllose Veranstaltungen. Ceilidhs, die Tanz- und Musikfeste, sind sehr beliebt. Man trifft sich in der Turnhalle oder im Gemeindehaus und dann wird zu schottischer Musik und Gesang getanzt. Ceilidhs finden in kleinem und größerem Rahmen bei jeder sich bietenden Gelegenheit statt. Traditionell waren sie früher ein Beisammensein von Freunden und Nachbarn, dann wurden Geschichten erzählt, gesungen und die „Fiddel” gespielt. Heute jedoch sind Ceilidhs eher organisierte Festlichkeiten mit Musikkapellen und Künstlern.

    Kulturelle Höhepunkte sind unbestritten die Veranstaltungen in Edinburgh sowie mehr und mehr auch in Glasgow. Die Edinburgher Festspiele (http://www.eif.co.uk) sind vor nun über 50 Jahren erstmals initiiert worden und weit über die Grenzen Schottlands bekannt. Bei diesem Festival, dem fast parallel dazu laufende Fringe Festival, mehrere andere Messen, Museen, Ausstellungen und Festivals - alles ziemlich zur gleichen Zeit im Sommer - mischen sich in Edinburgh mit den verschiedensten Nationalitäten, Unterhaltung, Gastronomie und Showbusiness. Eine Veranstaltung, die inzwischen ebenfalls auf der ganzen Welt bekannt und nicht nur für Freunde schottischer Militärmusik gedacht ist, fällt bei der obigen Aufzählung allerdings aus dem Rahmen. Das Military Tattoo (http://www.edintattoo.co.uk) wird, um eine Woche zeitversetzt zum Sommer Festival, jeden Abend auf der Esplanade vor der grandiosen Kulisse der Burg veranstaltet. Zum Abschluß findet jedes Jahr ein spektakuläres Feuerwerk mit Musik statt, das von überall in der Stadt über der Burg zu sehen ist. Das begleitende Konzert wird live im Radio übertragen. Doch auch dazu gibt es noch eine Steigerung denn die z. Zt. wohl größte Feier ihrer Art in Europa ist die fünftägige Sylvester Veranstaltung (Hogmanay) jeweils vom 29. Dezember - 2. Januar.

  Das St. Magnus Festival in Kirkwall und Stromness (Juni), das Robert Burns Festival in der Region um Ayr (Juni) oder die Festival Theatre Season in Pitlochry (von Mai bis Oktober) liegen zwar etwas im Schatten dieser Großveranstaltungen, sind aber, wie viele andere, oft nicht weniger interessant. Über sie kann man sich am besten beim lokalen TIC über im Internet informieren.

Führungen (Guides)

Über die Scottish Tourist Guides Association können gut informierte und geschulte Reiseleiter und Führer für Touren durch die größeren Städte und den Rest des Landes gebucht werden. Diese Führungen können in vielen verschiedenen Sprachen und für diverse Spezialkategorien durchgeführt werden. Die gründliche Ausbildung der Guides erfolgt in enger Zusammenarbeit mit der Universität Edinburgh und dauert jetzt rund zwei Jahre. Nähere Information sind erhältlich unter:

Tel/Fax 0870 607 3071 oder 01786 44 77 84

E-mail: info@scotstga.freeserve.co.uk  

website: http://www.stga.co.uk

Geschäftszeiten

Geschäfte haben allgemein von 9-17.30 Uhr geöffnet und samstags schließen sie erst gegen 18 Uhr. Seit einiger Zeit haben verschiedene Geschäfte vor allem aber Einzelhändler und große Einkaufszentren auch sonntags geöffnet.

Getränke

Für den Mitteleuropäer ist das, zumindest tagsüber, natürlich der Kaffee. Doch der ist in Großbritannien sicherlich nicht jedermanns Geschmack, wenn er nicht gerade eingefleischter Genießer von Instantkaffee ist. Das heißt aber nicht, daß es in Schottland keinen guten Kaffee gibt. Der wird nämlich mehr und mehr in guten Hotels, Restaurants und in z. Zt. wie Pilze aus dem Boden schießenden coffee-shops serviert, doch ist die Auswahl bei weitem noch nicht so groß wie daheim oder gar in Wien, Rom und anderen Kaffeehochburgen.

   Tee ist die Alternative, und davon wird überall reichlich Gebrauch gemacht. Allerdings ist die vertraute Zeremonie des Aufbrühens etwas verändert, denn kurz und schmerzlos werden in Großbritannien meistens Portionsbeutel verwendet. Diese finden sich auch bei fast allen Übernachtungen im Zimmer, zusammen mit einem Teekessel, etwas Milch, Geschirr etc. Die Möglichkeit dieses kostenlosen Heißgetränks auf dem Zimmer wird gern genutzt. Exportiert kann der early morning tea sogar zu Hause zu einer genußvollen Angewohnheit werden.

     Das bekannteste Getränk in Schottland ist natürlich der Whisky - das Wasser des Lebens oder gäl. uisge-beatha. Vorsicht mit den alten Gewohnheiten! Eine der größten Sünden wäre es, ihn mit Soda, Cola oder gar Eiswürfeln zu versetzen. Der Schotte trinkt den Malt entweder pur oder gibt allenfalls einige wenige Tropfen reinen Wassers hinzu (meistens im Krug auf der Theke). Damit streckt er das hochprozentige Getränk nicht nur etwas, sondern verhilft dem Aroma auch zur Entfaltung. Was den Kauf von Whisky betrifft, so sind die Preise beim Hersteller oder im Laden meistens höher als  in den Regalen daheim. Für Informationen über einige wenige Destillen s. Exkurs: Dem Whisky auf der Spur. Für alle Whiskykenner und -liebhaber empfiehlt sich folgender Kontakt.

The Scotch Whisky Association

20 Atholl Crescent

Edinburgh EH3 8HF

0131 229 4383

Interessantes über Whisky kann man natürlich auch aus dem www erfahren, hier nur ein Tip stellvertretend für die vielen Sites: http://www.scotchwhisky.com

      Das gängigste Getränk in den Pubs ist freilich Bier. Bestellt wird ein half pint oder ein pint (0,57 1). Wer keine Experimente eingehen will, hält sich dabei an das lager, das dem deutschen Hellen geschmacklich noch am nächsten kommt, aber bestimmt nicht dessen Pilscharakter und bestimmt nicht den gewohnten Schaumkrone hat. Früher wurde nur mit Luft gezapft, die mit einem langen Hebel ins Faß gepumpt wurde. Mehr und mehr werden jetzt aber auch Kohlensäure und Stickstoff eingesetzt, doch wie früher werden die Gläser in einem Zug randvoll geschenkt. In Schottland wird heute meistens das sogenannte 70-Shilling oder 80-Shilling o.ä. getrunken, ein kräftiges, leicht bräunliches Bier oder Ale, oft aber auch eines der vielen anderen lokalen oder englischen Bitter Biere und evtl. auch noch ein schwarz-braunes, irisches stout wie z. B. Guiness o.ä. - die aber natürlich nur vom Faß.

Einige Biersorten:

Heavy, draught (80- oder 70-Shillings)

dunkles Faßbier mit leicht bitterem Geschmack

Lager   

helles Bier

Stout

Starkbier

Brown Ale

dunkles Bier (süßlich)

Light Ale 

helles Bier (schäumend)

Neben Bier und Whisky gibt es noch aus England den Cider, eine Art Apfelwein, der von süß bis trocken variiert. Traditionell und seit Jahrhunderten ist Wein ein beliebtes Getränk nicht nur zum Dinner. Den, wie auch Spirituosen, andere Alkoholika und Bier, gibt es allerdings lediglich in sogenannten licenced (konzessionierten) Geschäften wie Thresher's, Victoria Wines, Safeway’s, Sainsbury’s o.ä. zu kaufen. Natürlich sind auch alle bekannten Arten von alkoholfreien Softdrinks z. B. Cola, Mineralwässer, Tonic Water oder Ginger Ale, oder der nationale Softdrink Schottlands, das sehr süße und knall-orangefarbene Irn Bru, das 2001 schon seinen 100. Geburtstag feiern konnte, zu haben.

     In allen Pubs und Bars gilt aber einheitlich (mit ganz wenigen Ausnahmen): die Getränke werden an der Theke bestellt, dort gleich bezahlt und selbst mit an den Tisch genommen. Es ist auch durchaus üblich, sich vor dem Essen in der Hotelbar zu einem Drink zu treffen und diesen mit in das Restaurant zu nehmen.

    In Schottland dürfen Pubs (Gaststätten) und Clubs (private Bars) zum Verkauf alkoholischer Getränke zwischen 11 und 23 von Montag bis Sonnabend und sonntags von 12:30-14:30 und 18:30-23:00 geöffnet sein. Die Unterbrechung am Nachmittag kann durch eine beantragte Verlängerung überbrückt werden und Konzessionsinhaber können sogar eine gelegentliche oder gar regelmäßige Verlängerung für eine Spätkonzession beantragen. Damit können z. B. die Gaststätten in Edinburgh während des Festivals bis 1.00 Uhr früh geöffnet bleiben.

Highland Games

Die Highland Games manchmal etwas herablassend als „Haferflocken-Olympiade” bezeichnet, sind trotz ihres Namens nicht nur im Hochland zu sehen. Inzwischen sind sie auch in Edinburgh ein Bestandteil des Sommerprogramms und sogar sehr beliebt.

     Schon vor über eintausend Jahren gab es mit den Vergleichskämpfen der Könige oder Clanchiefs die ersten Vorläufer dieser Wettbewerbe. Die Sieger hatten das Privileg, dann als Kurierläufer oder Bodyguards der Clanchiefs eingestellt zu werden.

  Heute gehören zu den Games verschiedene Leichtathletikdisziplinen, Geschicklichkeitsprüfungen und Kraftproben, Hochlandtänze und Dudelsackspieler. Das ganze Spektakel wird auf einem großen Festplatz ausgetragen. Die vom Fernsehen und aus der Presse her bekanntesten und farbenprächtigsten Spiele finden jedes Jahr am ersten Sonnabend im September in Braemar statt. Es ist Tradition, daß die Königin mit Familienmitgliedern, die zu dem Zeitpunkt mit ihr auf dem naheliegenden Familienschloß Balmoral Castle ihren Jahresurlaub verbringen, am Nachmittag für einige Stunden die Highland Games von Braemar besucht.

Kleidung und Ausrüstung

Die Garderobe für die meisten Restaurants und Pubs ist im allgemeinen leger. Einige Spitzenhotels, Landhäuser und Restaurants und ähnliche Einrichtungen bestehen jedoch zumindest beim abendlichen Dinner auf Jackett und Krawatte bei den Herren und entsprechendes bei den Damen. Steht dann allerdings „formal” o.ä. auf der Einladung, dann ist das lange Abendkleid und bei den Herren das Dinnerjacket gefordert.

   In Schottland ist das Wetter nie schlecht, bekanntlich ist die Kleidung höchstens unpassend. Wegen der sich manchmal schnell ändernden Wetterverhältnisse ist eine regendichte Jacke oder ein Anorak angebracht; ein Pullover kann auch nicht schaden.

   Wer höher hinaus will, sprich Touren wandern oder Berge besteigen möchte, muß zudem auf drastische Temperaturwechsel vorbereitet sein. Wind- und regenfeste, warme Kleidung und Ausrüstung gehören genauso wie gute Wanderschuhe und mindestens ein Stock ins Gepäck. Obwohl die Berge Schottlands im mitteleuropäischem Vergleich nicht hoch sind, dürfen Bergwanderungen oder gar -besteigungen keinesfalls auf die leichte Schulter genommen werden. Die Wetterumschwünge sind sehr plötzlich, und eine Orientierung in den Wolken und im Regen und Schnee ist oft unmöglich. Unbedingt ein Muß sind deshalb bei Bergwanderungen in Schottland eine sehr gute Karte der Region (sehr zu empfehlen sind die „Ordnance Survey” und „Pathfinder”-Karten in den verschiedensten Maßstäben, die besonders die von Touristen gern besuchten Gegenden gut abdecken und viele Zusatzinformationen bieten), Kompaß und Wärmefolie, Notration, Signalausrüstung, und ein Mobiltelefon. Ebenso wichtig ist die Vorabinformation über die Region und das Ziel beim örtlichen TIC oder der Bergwacht. Angaben über die Route mit Abmarschzeit und geschätzter Rückkehr sollten schriftlich (und lesbar) im Wagen oder Hotel hinterlassen werden, damit die Bergrettung notfalls Informationen hat.

Maße und Gewichte

Auch wenn sich mittlerweile das metrische System auf der Insel offiziell durchgesetzt hat, sind traditionell in einigen Bereichen noch immer britische Maß- und Gewichtseinheiten üblich. Das wird sich so schnell auch nicht ändern.  

So sind z. Zt. noch die Meilenangaben auf den Straßenschildern (und Straßenkarten) und das Pint von EU-Regulierungen verschont.

 

1 inch     (in)

 

2,54 cm

1 foot      (ft)

12 inches

30,48 cm

1 yard    

3 ft

0,914 m

1mile or 8 furlongs

1760 yrds

1,61 km

1 naut. mile

 

1,83 km

1 ounze (oz)