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ratschlaege  

Ratschläge
zum Bau eines eigenständigen Roboters

 

Die hier angeführten Ratschläge sind weder offiziell noch verbindlich, sie sollen lediglich helfen, einem Roboter jene Eigenschaften zu verleihen, die im allgemeinem notwendig sind, um an EUROBOT teilzunehmen.
Da sich jedoch die Spielregeln jedes Jahr ändern, müssen die Ratschläge entsprechend allgemein gehalten werden. Außerdem sollen sie nicht einengend sondern vielmehr für die Phantasie anregend wirken.
Der Bau eines Roboters verlangt nach verschiedenartige Fähigkeiten und zwar

  • mechanische
  • elektonische
  • informatische
Die wichtigste vergisst man aber leider zu oft: jene Sponsoren aufzutreiben, denn gute Bestandteile haben eben ihren Preis...
Da wohl die wenigsten alle Eigenschaften selbst besitzen dürften, werden nur Teams mit mindestens 2 Teilnehmer zugelassen. Außerdem müssen beim Wettbewerb 2 Teammitglieder den Roboter, seine Untereinheiten und Backen aufstellen und Starten, überwachen und spätestens am Ende des Matches wieder anhalten.

Tips für Anfänger:
Anfangs kann man den mechanischen und elektronischen Problemen insofern aus dem Weg gehen, als man sich LEGO- oder FischerTechnik-Bausteinen behilft. Gerade in letzter Zeit haben diese Erzeuger Kontroller-Bausteine auf dem Markt gebracht, die programmierbar sind und daher für unser Projekt (wenn auch nur eingeschränkt) geeignet erscheinen.
Übe Dich im Roboterbau bzw. dessen Programmierung nach folgenden Kriterien:

  • Der Roboter sollte die Radumdrehungen zählen können (vergleiche Soll- und Ist-Stand).
  • Der Roboter sollte einem breiten kontrastreichen Strich am Boden folgen können.
  • Der Roboter sollte sich an der Spielfeldumrandung neu ausrichten können.
  • Der Roboter sollte sich orientieren können (an den Baken, den Rändern oder er führt ein Kreisel mit).
  • Der Roboter sollte Hindernisse erkennen und ausweichen können.
  • Der Roboter sollte je nach Bedarf standhaft bleiben (z.B. mittels Saugnapf).
  • Der Roboter sollte sich durchsetzen können (stärker und schwerer als der Gegner sein).
  • Der Roboter sollte einen anderen Weg (alternative) einschlagen können.
  • Der Roboter sollte schnell sein.
  • Der Roboter sollte zuverläßlich sein.
Tips für Fortgeschrittene:
  • Zum Begriff "eigenständig": Der Roboter - sowie seine Untereinheiten (Drohnen) - muß in den 90s, die ein Match dauert, sowohl was seine Versorgung an Energie als auch seine Aktionen betrifft, unabhängig von der Außenwelt sein.
  • Energiequellen: Die Energie wird im allgemeinen in Batterien oder Akkus gespeichert sein, Federn oder Luftdruck (in Grenzen) sind ebenfalls erlaubt. Verboten sind alle Arten von Verbrennungs- oder Explosionsmotoren bzw. alles was sich als gefährlich herausstellen könnte. Verboten sind auch alle Lebewesen.
  • Zur Steuerung können alle Arten von mechanischen und elektronischen Prozessoren und (Mikro)Computer bzw. Kontrollern (ob analog oder digital) herangezogen werden. Diese Einheiten müssen jedoch im Roboter eingebaut sein, da - während der Matche - keinerlei Verbindung mit der Außenwelt erlaubt ist.
  • Ziel des Wettbewerbes ist es zwar, zu gewinnen, doch darf die Taktik nicht darin bestehen, den Gegner Schaden zuzufügen. Es ist z.B. gestattet, den Gegner daran zu hindern etwas (eine Aktion) auszuführen, nicht jedoch ihm (allgemein) daran zu hindern, z.B. sich zu orientieren (indem man seine Signale verdeckt, übertönt oder unbrauchbar macht). In diesem Punkt wird von den Teams besonders viel Fingerspitzengefühl erwartet. Wer zu "scharfe" Maßnahmen setzt riskiert disqualifiziert zu werden... jedenfalls haben die Schiedrichter immer das letzte Wort !
  • Bisher wurde kein Höchstgewicht für Roboter und Drohnen vorgeschrieben, die meisten Roboter weisen zwischen 25 und 35 kg auf. Sollte man berücksichtigen, wenn man nicht einfach weggeschoben werden will :)
  • Es lohnt sich die Spielregeln genau durchzulesen, denn grundsätzlich ist alles erlaubt, was nicht ausdrücklich verboten ist, daher kamen immer wieder Teams mit ausgefallenen Ideen ziemlich weit: 1999 kam der Erdbeben-Roboter bis ins Achtelfinale... 2000 scheiterten sie mit ihren fliegenden Drohnen, weil diese über der Senke höher als 15cm flogen - Pech.


am 12. 8. 2000